Was hat die Ernährung mit medizinischen Eingriffen zu tun ?
Und wie kann ich mit meiner Ernährung zum Erfolg solcher Eingriffe beitragen.
Wer selbst schon mal eine Operation mitgemacht hat, der weiß welches immenses Ausmaß solch ein Eingriff auf den Körper und die Zeit danach hat. Dennoch sind manche OP’s unerlässlich und notwendig.
Der Nutzen einer Operation hat entscheidend damit zu tun, wie fit und gut ernährt jemand ist.
Dazu ein paar Fakten: in Deutschland leiden 20 bis 25 Prozent der Krankenhaus-Patienten an Ernährungsmängeln, meist ältere Patienten. Vermutlich gibt es dabei sogar noch eine große Dunkelziffer, wenn man sich die Ernährungsweise breiterer Bevölkerungsschichten ansieht. Mangelernährte Patienten profitieren weniger von einer Operation als jene, die in besserem körperlichen Zustand sind. Eigentlich liegt das auf der Hand 🙂 aber genau das teilt uns eine Untersuchung des Klinikum Neuperlach im Deutschen Ärzteblatt mit. Der Artikel zeigt, wie Ärzte, Ernährungsexterten und andere Fachdisziplinen ihre Patienten auf Mangelernährung screenen können und woran sie diesbezügliche Mängel erkennen und deren Zustand verbessern.
Nach Erkenntnis der Autoren lässt sich Effektivität und der Erfolg von OP’s verbessern, wenn Ernährungsmängel vor einer Operation behoben werden.
Erstaunlich, dass man endlich zu dieser Erkenntnis kommt, ich bin zu derselben bereits vor 13 Jahren gekommen. Und meine Erfahrung, die ich zwischenzeitlich auch vielfach bestätigt gesehen haben, ging so weit, dass es sich lohnt, Ernährungsmängel gezielt auf bestimme Vitalstoffmängel zu beheben. Dabei sind nicht nur ältere oder schwächliche Patienten von Mangelernährung betroffen. Leicht würden Mangelzustände bei adipösen Patienten übersehen, die trotz Übergewicht mangelernährt sein könnten. Beim Thema Ernährungsmedizin sei Deutschland im EU Vergleich ziemlich weit hinten, rügen die Experten. Die Experten sind sogar davon überzeugt, dass es sich oft lohnen kann, eine Operation zu verschieben, um durch zielgerichtete Vorbereitung des Patienten das Ergebnis zu verbessern.
Leider wissen die meisten Kliniken hierzulande von den genannten Zusammenhängen recht wenig. Oder sie ergreifen aus anderen Gründen keine Maßnahmen, um Mangelernährung zu vermeiden und zu behandeln – etwa durch mehr frisches, gesünderes Essen, sowie ernährungsmedizinisch geschultes Personal. Abgesehen einmal vom Eingehen der Ernährung auf Diabetiker. Hier tut also einmal mehr Aufklärung über die genannten Zusammenhänge Not und es ist an jedem Einzelnen durch eigenes Zutun optimale Voraussetzung für einen medizinischen Eingriff zu schaffen.
Dazu sollte man wissen. Abhängig davon, wie groß ein z.B. ein Tumor ist, ist auch aus naturheilkundlicher Sicht eine OP geboten und sinnvoll. Ganzheitlich arbeitende Krebsmediziner haben immer wieder gesehen, ab einer bestimmten Tumorgröße bestimmt dieser derart das Stoffwechsel-Geschehen und unterdrückt die Selbstheilung, dass eine Besserung oder gar Heilung OHNE OP illusorisch ist. Man muss dringend davor warnen zu hoffen ein Tumor gewisser Größe würde einfach verschwinden. Nach einer OP, bei der ein Tumor entfernt werden kann, ist diese Hoffnung in Bezug auf die verbleibenden Tumorzellen aber durchaus realistisch, wenn ein breiter ganzheitlicher Ansatz verfolgt wird, das Heilungsmilieu zu verbessern. Idealerweise optimiert man dieses Milieu bereits vor und nicht erst nach der OP.
Man kann immmer wieder sehen, wie etwa eine gute Versorgung mit Enzymen vor eine OP den anschließenden Heilungsprozess drastisch beschleunigt hat. Und alleine daraus ergibt sich ein enormer Vorteil, wenn man weiß, wie riskant der Aufenthalt im Krankenhaus ist und wie stark ein verzögerter Heilungsprozess das Risiko für Sekundärinfektionen erhöht. Wie man sich auch im Krankenhaus besser ernähren kann, werde ich im nächsten Blog schreiben.
Mit gesunder Ernährung etwas Hilfestellung und Optimismus kann der Heilungsprozess gestartet und beschleunigt werden.
Bleiben Sie gesund !

