Muskelkraft für Langlebigkeit

Zweifellos hat die Art wie wir uns ernähren einen großen Einfluss auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden. Dabei kommt es vor allem darauf an, Lebensmittel zu verwenden, die diesen Begriff auch verdienen.
Ebenso wichtig ist aber auch das Maß an Bewegung, welches wir unserem Körper angedeihen lassen. Denn dies beeinflusst maßgeblich die Versorgung unserer Organe und Gewebe mit Sauerstoff und wichtigen Mikronährstoffen. Studien zeigen immer wieder die Korrelation zwischen Bewegung, Ausdauer, Kraft und Langlebigkeit.

Eine aktuelle Auswertung von über 5.400 Frauen ab 63 Jahren zeigte, dass sowohl Handkraft als auch die Leistung bei wiederholten Aufstehen vom Stuhl unabhängig von Ausdauerfitness und Aktivitätsniveau mit einer geringeren Sterblichkeit verbunden waren. Motivierend dabei: Bereits eine „gute“ und nicht nur eine außergewöhnliche Kraft war mit signifikanten Vorteilen verbunden. Schon mit regelmäßigen, einfachen Übungen, die Sie im Alltag und im häuslichen Umfeld problemlos einbauen können, machen Sie einen spür- und messbaren Unterschied. Ausfallschritt, Kniebeugen, Aufstehen vom Stuhl, Klimmzugvarianten, Trageübungen oder Übungen für die Core-Stabilität haben hohe funktionelle Relevanz. Muskelkraft scheint ein ebenso wichtiger Gesundheitsmarker zu sein wie Blutdruck, Blutzucker oder Cholesterin. Die meisten Menschen unterschätzen den Wert dieser einfachen Maßnahmen für das tägliche Befinden und unsere Lebensqualität.

Eine weitere randomisierte Studie zeigte, dass Widerstandstraining bei den Best Ager auch positive Effekte auf die Gehirngesundheit und die Hirnstruktur hatte. Parallel dazu verbesserten sich Entzündungs- und Stoffwechselmarker. Weitere Untersuchungen fanden erhöhte Spiegel von Botenstoffen nach Krafttraining, die mit gesundem Altern assoziiert sind. Die praktische Konsequenz für 60+ Training ist vermutlich zugleich Muskel- Stoffwechsel- und Gehirntraining. Besonders interessant sind kombinierte Programme aus Kraft + Koordination + kognitive Aufgaben. Explosive Bewegungen mit kontrollierter Geschwindigkeit scheinen zusätzliche Vorteile zu bieten.

Eine aktuelle Analyse von Langstreckenläufern zeigte erneut, dass eine dauerhaft hohe aerobe Leistungsfähigkeit mit einer niedrigeren geschätzten Gesamtsterblichkeit und einem langsameren altersbedingten Rückgang der Fitness verbunden ist. Bereits 3-5 Stunden Ausdauertraining pro Woche können erhebliche Effekte haben. Besonders wertvoll sind dabei solche Aktivitäten, die langfristig durchhaltbar sind, wie Walken, Radfahren, Laufen, Rudern oder Schwimmen. Die mit der körperlichen Ausdauerfitness korrespondierenden Marker sind etwa der VO²max der Ruhepuls und der Erholungspuls.

Viel Spaß und Freude beim Training !

Von Silvia

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert