Nahrungsergänzung in der Sporternährung Teil 2

Coenzym Q10 für Fitness und zelluläre Energie

Was ist Coenzym Q10 ?

Coenzym Q10 (Ubichinon) ist weit mehr als ein bekannter Inhaltsstoff für Hautcremes. In fast jeder unserer Körperzellen übernimmt das Molekül eine entscheidende Doppelrolle: Es ist unerlässlich für die Energiegewinnung und dient gleichzeitig als eines der stärksten fettlöslichen Antioxidantien, die unser Körper selbst herstellen kann Als Schutzschild bewahrt es Zellmembranen und Erbgut vor „freien Radikalen“ – aggressiven Sauerstoffverbindungen, die durch Stress, Umweltgifte oder UV-Strahlung entstehen.

In fast jeder unserer Zellen befinden sich die sogenannten Mitochondrien. Es sind die Kraftwerke der Zellen. Hier findet ein komplexer Prozess statt, bei dem Nährstoffe aus der Nahrung mithilfe von Sauerstoff in Energie umgewandelt werden. Das Ergebnis ist ATP (Adenosintriphosphat) – die universelle Energiewährung, die uns antreibt. Coenzym Q10 spielt dabei eine unverzichtbare Rolle: Es hilft beim Transport von Elektronen und ermöglicht so erst die Bildung von ATP. Besonders Organe, die viel leisten müssen – wie das Herz, die Leber und die Nieren – brauchen eine hohe Menge an Q10. Sinkt der Spiegel ab, kann dies langfristig dazu führen, dass die Leistungsfähigkeit dieser Organg nachlässt. Sie bemerken dies an Müdigkeit, Leistungsminderung, Muskelschwäche oder Konzentrationsstörungen.

Da die körpereigene Produktion oft schon ab dem 30. Lebensjahr stetig abnimmt, ist eine gezielte Unterstützung dieses Energiehaushalts ein wichtiger Baustein für Ihre Langfristige Gesundheit.

Statine sind Q10-Räuber

Statine sind Medikamente, die sehr häufig zur Senkung des Cholesterinspiegels verschrieben werden. Was jedoch oft zu wenig beachtet wird: Statine blockieren im Körper nicht nur die Bildung von Cholesterin. Sie greifen auch in denselben Stoffwechselweg ein, über den unser Körper Q10 herstellt.
Studien (NIH National Library of Medicine) zeigen ein deutliches Bild: Die Einnahme von Statinen kann den Q10-Spiegel im Blut schon innerhalb weniger Wochen um fast die Hälfte senken. Wer also auf diese Medikamente angewiesen ist, sollte über eine Ergänzung mit Q10 nachdenken. Erstaunlich dabei: Das Wissen ist nicht neu, dennoch informiert kaum ein Arzt darüber.

Tipp: Kombinieren Sie Q10 mit Astasanthin. Hierbei handelt es sich um eines der stärksten Antioxidantien der Natur. Es bestitzt die Fähigkeit, die Blut-Retina-Schranke zu passieren, und schützt so optimal. Gerade die Best-Ager sollten beide Vitalstoffe kombinieren, um vom synergetischen Effekt zu profitieren.

Entzündungsprozesse regulieren

Erschöpfung und Schmerzen hängen oft mit einer gestörten Fuktion der Zellkraftwerke zusammen. Eine Studie im Fachjournal Heliyon (2023) untersuchte die Wirkung einer kombinierten Supplementierung mit Q10 und zeigt vielversprechende Ergebnisse. Die Forschung belegt, das Q10 an einem zentralen Punkt ansetzt: Es hilft dabei, Entzündungs-Botenstoffe im Körper zu regulieren und den zellulären oxidativen Stress zu senken. In der klinischen Untersuchung führte die gezielte Gabe von Q10 zu einer deutlichen Verringerung der Schmerzintensität und einer Verbesserung des allgemeinen Befindens. Besonders bemerkenswert war die Wirkung auf die Schlafqualität und die psychische Gesundheit der Teilnehmer, was Q10 zu einem wichtigen Baustein der Regeneration macht.

Bessere Regeneration und mehr Ausdauer

Für die Fitness ist Q10 ein nützlicher Begleiter. In einer Studie (NIH National Library of Medicine) mit gesunden Teilnehmern wurde untersucht, wie sich 300 mg Q10 auf die körperliche Belastbarkeit auswirken. Das Ergebnis ist positiv: Die Teilnehmer zeigten eine bessere Leistung bei Belastungstests. Noch wichtiger für die meisten ist jedoch die Erholung: Die Probanden fühlten sich nach der Anstrengung deutlich weniger erschöpft. Q10 hilft dem Körper also dabei, Belastungen im Alltag oder beim Sport effizienter zu verarbeiten.

Glasflasche mit Softgel-Kapseln mit 100 mg Q10 für die Nahrungsergänzung

Q10 als Nahrungsergänzung: Das sollten Sie wissen

  • Ubichinon vs. Ubiquinol: Oft wird die „aktivierte“ Form Ubiquinol als überlegen beworben. Wissenschaftlich betrachtet ist Ubiquinol jedoch sehr instabil und oxidiert bei Luftkontakt schnell wieder zu Ubichinon zurück. Um es in Kapseln stabil zu halten, sind oft künstliche Stabilisatoren nötig. Ubichinon hingegen ist die Form, die deutlich stabiler ist und mit der die meisten klinischen Langzeitstudien zur Sicherheit durchgeführt wurden. Ihr Körper kann Ubichinon problemlos selbst in die aktive Form umwandeln
  • Optimale Aufnahme: Da Q10 fettlöslich ist, kann es vom Körper nur in Verbindung mit Nahrungsfetten aufgenommen werden. Die Einnahme sollte daher immer zu einer Mahlzeit erfolgen, die beispielsweise Nüsse, Samen oder ein hochwertiges Öl enthält.
  • Sinnvolle Kombinationen (Synergie-Effekte): Q10 arbeitet im Körper selten allein. Je nach Zielsetzung können bestimmte Kombinationen den Nutzen unterstützen:
    Mit Magnesium: Magnesium ist notwendig, um das durch Q10 produzierte ATP biochemisch zu aktivieren. Diese Kombination eignet sich besonders für Sportler und bei hoher Stressbelastung.
    Mit Traubenkernpulver (OPC): OPC verstärkt als starkes Antioxidans den Zellschutz von Q10 und unterstützt die Gesundheit der Blutgefäße.

Von Silvia

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