Bluthochdruck gelassen betrachten.

In einer Welt, in der Herz- Kreislaut-Erkrankungen weitverbreitet sind, liefert eine kürzlich durchgeführte Studie entscheidende Einblicke in die Bedeutung einer salzarmen Ernährung. Die Studie, vorgestellt auf der Jahrestagung der American Heart Association und publiziert im renommierten JAMA (2023), wirft ein neues Licht auf die Auswirkungen einer kochsalzarmen Ernährung. Die Ergebnisse sind bemerkenswert. Deepak Gupta vom Vanderbild University Medical Center in Nashville führte eine Untersuchung mit 213 Personen durch, wobei die Hälfte der Teilnehmer unter Bluthochdruck litt. Überraschend war, dass alle Teilnehmer, unabhängig von ihrem Blutdruckstatus oder der Einnahme von Blutdrucksenkern, bereits nach einer Woche auf die kochsalzarme Ernährung reagierten !

Die Teilnehmer, die anfangs durchschnittlich 4.45 Gramm Natrium chlorid (Kochsalz) täglich konsumierten, wurden in zwei Gruppen eingeteilt. Die Kochsalzmenge lag dabei weit über dem von der WHO empfohlenen Wert, aber entsprach der Menge, die der durchschnittliche Konsument mit der täglichen Nahrung zu sich nimmt. Eine Woche lang nahmen sie 1.100 mg Natrium mit der Nahrung zu sich, gefolgt von einer Woche mit natriumreduzierter Kost aus einer Spezialküche, die nur 500 mg Natrium, aber dafür 4.500 mg Kalium enthielt. Die Ergebnisse: eine deutliche Blutdrucksenkung. Die Auswirkungen waren beeindruckend: Der systolische Blutdruck war in der Woche mit natriumarmer Ernährung um 8 mm/Hg niedriger als in der natriumreichen Woche. Dieser Effekt entspricht der Wirkung mancher Blutdruckmedikamente! Eine kochsalzarme Kost ist ein einfacher, aber effektiver Weg um seinen Blutdruck zu kontrollieren und die Gesundheit zu fördern.

Viele Menschen könnten ihren Blutdruck durch eine salzarme Ernährung problemlos senken. Wer auf Salzen nicht verzichten möchte, kann Kaliumsalz statt Natriumchlorid (Kochsalz) nehmen. Allerdings erfordert dies, dass wir auf Fertiggerichte verzichten. Viel besser wäre es jedoch, sich an weniger Salz im Essen zu gewöhnen, was problemlos möglich ist.

Immer wieder wird der Zusammenhang mit hoher Natrium Zufuhr und Bluthochdruck bestätigt. Und trotzdem ist der Kochsalzkonsum in der „modernen“ Ernährung bei Weitem zu hoch, verglichen mit dem, was früher an Salz konsumiert wurde und was zuträglich wäre. dabei gibt es in der heutigen Zeit einfache und schmackhafte Alternativen zu Kochsalz. Greifen Sie mehr zu der Vielfalt an Kräutern und Gewürzen ! An Gewürzen herrscht heute, im Gegensatz zu früheren Zeiten, kein Mangel. Zu viel Salz ist schädlich, aber Kräuter und Gewürze könnten Ihre Ernährung deutlich aufwerten. Viele Kräuter und Gewürze schmecken nicht nur gut, sondern haben auch antioxidantive und antientzündliche Wirkungsweisen, was ihnen ein großes Potenzial in der Krankheitsprävention verleiht. Alte östliche Kulturen wussten das seit langer Zeit. Eine Vielfalt an Gewürzen ist unverzichtbarer Bestandteil dieser Küche.

In diesem Sinne, bleiben Sie gesund und lassen Sie es sich schmecken 🙂

Schöne Grüße

Silvia – Natürlich fit und gesund

Von Silvia

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