Was hilft in der Erkältungszeit, ein bewährtes Hausmittel mit viel Ruhe oder die schnelle Chemiekeule. Wahrscheinlich beides, nur das eine sanfter und das andere mit Nebenwirkungen die nicht immer klar erkannt werden.
Eine Studie an der Universität Freiburg zeigte, dass der einfach Löwenzahn (Taraxacum officinale) Spike-Proteine von Viren daran hindern kann, an die (ACE2) Zelloberflächenrezeptoren in menschlichen Lungen- und Nierenzellen zu binden. Ein Löwenzahn-Extrakt auf Wasserbasis, der aus den getrockneten Blättern der Pflanze gewonnen wird, war dabei wirksam gegen das Spike-Protein D614 und eine Reihe von mutierten Stämmen. Durch seine Wirkung stoppte der Löwenzahn-Extrakt die aus der Anhaftung der Spike Proteine resultierende Interleukin Entzündungsprozesse.
Die Untersuchung an Zellkulturen macht weitere klinische Studien erforderlich, um zu verstehen, wie der Löwenzahn-Extrakt im menschlichen Stoffwechsel aufgenommen und verwertet wird. Da Impfstoffe allerdings die Herdenimmunität schwächen, sind naturnahe Ansätze wie dieser wünschenswert, denn sie zeigen mögliche Wege für echte Prävention auf. Außerdem meinten die Studien-Autoren: „Faktoren wie die geringe Toxizität beim Menschen und die effektive Bindungshemmung von fünf relevanten Spike-Mutationen an den menschlichen ACE2-Rezeptor, wie hier in vitro berichtet, ermutigen zu einer eingehenderen Analyse der Wirksamkeit von T. officinales in der Grippe Prävention.
Auch andere Natursubstanzen wurden in der Vergangenheit untersucht, in Bezug auf antivirale Effekte. Dabei sind verschiedene Flavonoide aus den Schalen von Zitrusfrüchten, wie Nobiletin und Hesperetin positiv aufgefallen. Der Stoff Glycyrrhizin aus der Süßholzwurzel, der dieser seine Süße verleiht. Alle drei dieser natürlichen Substanzen blockieren die Bindung von Spike-Proteinen an die ACE2-Rezeptoren. Ein Extrakt aus Granatapfelschalen blockierte in früheren Untersuchungen das Spike-Protein mit 74 Prozent Wirksamkeit. Punicalagin war dabei zu 64 Prozent wirksam und die Ellagsäure zu 35 Prozent. Ellagsäure kommt auch in verschiedenen anderen, vor allem Beerenfrüchten vor. Auch die Cistrose ist seit langem für antivirale Effekte bekannt. Sie kann ebenso wie die anderen Naturstoffe in ihrer natürlichen Form, etwa als Tee genossen, risikolos zur Prävention eingesetzt werden. Die Frage ist: warum sollte man auf solche Möglichkeiten verzichten ?
Was sind bioaktive Substanzen in Lebensmitteln? Mehr als 10.000 bioaktive Substanden kommen in pflanzlichen Lebensmitteln vor und geben diesen Farben, Duft und Aroma. Zu den bioaktiven Substanzen zählen sekundäre Pflanzenstoffe (wie z. B. Carotinoide, Polyphenole, Phytoöstrogene, Saponine, Sulfide uvam.) Ballaststoffe oder Substanzen aus milchsauer fermentierten Lebensmitteln (z. B. aus Joghurt oder Sauerkraut). Diese Substanzen, die man nicht auf einer Nährwerttabelle findet, sind für die menschliche Gesundheit unentbehrlich. Sie spielen bei der Prävention zahlreicher Krankheiten eine wichtige Rolle.
Von Zeit zu Zeit habe ich Ihnen die Besonderheiten der einzelnen Substanzgruppen in meinen Blog-Beiträgen bereits vorgestellt und werde dies auch weiterhin tun, weil die Erkenntnisse zu diesen Substanzen ständig zunehmen und deren Bedeutung immer klarer wird. Wer das Thema weiter vertiefen will, findet in dem Standardwerk von Bernhard Watzl und Claus Leitzmann belegte wissenschaftliche Fakten und alles über Vorkommen, Wirkungen und Wechselwirkungen dieser gesundheitsfördernden Pflanzenstoffen in Lebensmitteln.
Bitterstoffe der Schlüssel zu mehr Gesundheit
Bitterstoffe sind Vitalstoffe, die positiv auf unsere Verdauung wirken, einen großen Einfluss auf unser Herz-Kreislauf-System und auf unsere Harnwege haben. Kräuter und allgemein Pflanzen, die Bitterstoffe enthalten, wirken in unserem Körper basisch. So können sie eine erhöhte Säurebelastung abmildern, die durch den Verzehr von Lebensmitteln entsteht, welche sauer verstoffwechselt werden. Bitterstoffe regen Leber und Galle an und sorgen für eine gute Funktion dieser Organe.
Bereits in der Mundhöhle beginnen die Bitterstoffe die Verdauung anzuregen, indem sie bei der Wahrnehmung des bitteren Geschmacks über unsere Geschmacksknospen Speichel freisetzen. Zusätzlich wird reflexartig die Produktion von Gallen-, Magensäure- und Bauchspeicheldrüsensäfte angeregt, sodass die Verdauungsprozesse in unserem Körper optimal und auf hohen Niveau Ablaufen können. Alle Bestandteile unserer Nahrung können somit besser verdaut und verstoffwechselt werden, was auch die Bioverfügbarkeit der Nährstoffe für unseren Organismus erhöht. Bittterstoffe regen außerdem die Darmbewegung an. Dies fördert zusammen mit ausreichend Ballaststoffen eine zügige Darmpassage. Gift- und Abfallstoffe können so schneller ausgeschieden werden.
Bei regelmäßigen Verzehr von Bitterstoffen ändern sich auf Dauer auch unser Geschmacksempfinden und unsere Ernährungsgewohnheiten. Die Geschmacksnerven werden wieder empfindlicher und der Konsum von Industrienahrung fällt schwer. So fällt es vielen leichter wieder mehr gesündere Lebensmittel zu konsumieren. Menschen, die abnehmen möchten, werden durch den Konsum von Bitterstoffen während und nach ihrere Ernährungsumstellung hervorragend unterstützt. Oft beobachtet man deutlich bessere Abnehmerfolge bei Menschen, die regelmäßig Bitterkräuter verwenden.
Bittere Tees helfen gegen Verdauungsbeschwerden, machen ein gutes Bauchgefühl und wirken sich auf vielfältige Weise positiv auf unser Wohlbefinden aus. Eine ganze Reihe von bitteren Naturheilkräutern können auch bei leichten gesundheitlichen Beschwerden hilfreich eingesetzt werden. Die bekannten Bitterkräuter sind Beifuß, Bittermelone, Galgantwurzel, Enzian, Hopfen, Löwenzahn Wurzel und Kraut, Mariendistel, Wermut, Waldmeister, Weidenrinde, Schafgarbe und Salbei. Gut bewährt haben sich in der Naturheilkunde auch Kombinationen aus unterschiedlichen Bitterkräutern. Eine solche Kombination, auch mit nicht ganz so bitteren Kräutern ist oft angenehmer im Geschmack und bekömmlicher auch für Menschen, die sich am Anfang mit Bitterem noch schwertun.
So bauen Sie Bitterstoffe am besten in Ihre tägliche Ernährung ein.
Nehmen Sie vor jeder Mahlzeit ein oder zwei Messerspitzen einer Bitterkräuter-Mischung in den Mund und Speicheln diese vor dem Schlucken gut ein. Verwenden Sie häufiger bittere Salate wie Chicorree, Radiccio, Romana oder frischen Löwenzahn. Aber auch Saaten als Topping über einen Salat liefern eine gewisse Menge Bitterstoffe. Trinken Sie öfter am Abend einmal einen Tee, der auch etwas bitterer sein kann und der bei entsprechender Rezeptur einen guten Schlaf unterstützt. Verwenden Sie generell reichlich Kräuter und Gewürze, die oft einen gewissen Anteil Bitterstoffe enthalten. Auch mit Vollkornprodukten, Nüssen und Saaten, wenn sie naturbelassen sind, nehmen Sie eine gewisse Menge Bitterstoffe zu sich. Diese befinden sich in den schützenden Randschichten dieser Naturprodukte.
Genießen Sie am Abend einen Kräutertee, das macht einen guten Magen und verhindert in den meisten Fällen auch Sodbrennen in der Nacht. Für einen Kräutertee überbrühen Sie in der Regel 1 TL des Krautes oder der Mischung mit heißem, nicht mehr kochendem Wasser und lassen es dann 10 bis 15 Minuten ziehen.
Lassen Sie es sich schmecken 🙂 !
Liebe Grüße
Silvia – Natürlich fit

