Wie weit kann man sich nach den Empfehlungen der DGE orientieren
Immer wieder werde ich im meiner Beratungstätigkeit gefragt, wie viel von diesem oder jenem Mikronährstoff (Vitamine und Mineralstoffe) benötigt mein Körper pro Tag ?
Häufig höre ich dann die Aussage: „die DGE empfiehlt … „
Ein negativer Teufelskreis ist im Gange ! Nicht gut für unsere Gesundheit und auch nicht hilfreich im Zusammenhang mit Problemfeldern, wo eine optimale Mikronährstoffversorgung eine große Rolle spielt. Sehr wenig orientieren sich die Zufuhrempfehlungen der DGE am maximalen Nutzen für unsere Gesundheit.
Kurz gesagt: Die meisten Empfehlungen sind veraltet und missachten die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse und die von langjährigen praktischen Erfahrungen vollständig. Sie orientieren sich aus unserer Sicht vielmehr an dem Ziel der maximalen Risikovermeidung und daran, einen absoluten Mangel zu vermeiden. Natürliche Gesundheit durch optimale Versorgung mit allen Schutz- und Reparaturstoffen scheint im heutigen Gesundheitswesen nicht mehr das Ziel zu sein. Anders kann man die Entwicklungen der letzten Jahre nicht deuten.
Wer das gesundheitliche Wohl seiner Kunden im Auge hat, muss gesundheitsbewussten Menschen zwischenzeitlich deutliche Empfehlungen geben ! Wenn Sie einen Nutzen für Prävention und Wohlbefinden erwarten, dann beherzigen Sie die folgenden Hinweise und Tipps im Zusammenhang mit Nahrungsergänzungsmitteln und Mikronährstoffen (NEM):
Informieren Sie sich umfassend und am besten dort, wo man praktische Erfahrungen hat mit gesunder Ernährung und Vital- und Mikronährstoffen. In der Regel ist das nicht beim Arzt oder im Krankenhaus und auch nicht auf der Webseite des DGE oder BFR.
Die Zufuhrempfehlungen der DGE und der EU kann man fast vollständig ignorieren. Das bedeutet, auch die Angaben auf den Packungen von Nahrungsergänzungen, die sich an den offiziellen Empfehlungen orientieren, kann man in den meisten Fällen ignorieren.
Es schadet aus meiner eigenen Beobachtung und Erfahrung nie, die doppelte Menge, wie auf der Packung angegeben, zu nehmen. Der Grund ist, dass die offiziell vorgeschriebenen täglichen Verzehrmengen so niedrig sein müssen, dass keine Wirkung erwartet werden kann.
Das ist aus meiner Sicht auch der Grund, weshalb der Gesundheitseffekt in der Bevölkerung bescheiden bleibt, trotzdem mehr NEM konsumiert werden als je zuvor. Dabei wirft man den Anbietern „Geschäftemacherei“ vor, dabei sind die Preise für NEM, verglichen mit Medikamenten meist spottbillig.
Die vermeintliche Sicherheit der Verbraucher geht den Behörden vor einer maximal guten Versorgung mit Vitalstoffen. Dieser Versuch ist eine absolute Fehlentwicklung und wird sich zum Nachteil der Konsumenten auswirken, wie man ganz einfach an der Entwicklung der Volksgesundheit ablesen kann. Diese ist durch immer restriktivere Zufuhrempfehlungen nicht besser, sondern schlechter geworden.
Lassen Sie regelmäßig die Blutwerte relevanter Stoffe wie Vitamin D, B Vitamine, Eisen, Magnesium oder Selen ermitteln. Selbst wenn es zusätzlich kostet, ist das Geld gut angelegt und eine Investition in Ihre Gesundheit !
Bei der Beurteilung der ermittelten Werte sollten Sie SEHR kritisch sein, wie man in der „Die Blutwert-Lüge: Warum Laborwerte falsch sind und uns krank machen “ von Miryam Muhm nachlesen kann. Das Fatale: Die empfohlenen Werte der Blutparameter in Bezug auf Mineralien, Vitamine und Spurenelemente orientieren sich am Durchschnitt der Menschen in unseren Industrieländern. Und dieser Durchschnitt ist zum größten Teil bereits mangelversorgt und hat die einen oder anderen Beschwerden. Sollte man sich also daran orientieren ? Oder sollte man zum Vergleich nicht doch lieber Werte von Menschen nehmen, die gesund und leistungsfähig sind ? Dort würde man deutlich höhere Werte finden.
Wahrscheinlich kursiert in den Köpfen vieler Ärzte die irrige Annahme, dass die Menschen in Europa gut ernährt seien und in unseren Breiten somit kaum ein signifikanter Vitalstoffmangel auftreten könne. Das ist leider ganz und gar nicht der Fall, da der Fokus nach wie vor auf die Hauptnährstoffe gerichtet ist und nicht auf die Vitalstoffe, bzw. Mikronährstoffe. Der Gesetzgeber und die Medizin haben daran eine große und unrühmliche Mitschuld, denn der Begriff Vitalstoffe gilt offiziell als unwissenschaftlich.
Die Naturheilkunde und Ganzheitsmedizin unterscheidet aber seit langer Zeit zwischen Nähr- und Vitalstoffen. Und das aus gutem Grund. Ersteres sind Stoffe wie Kohlenhydrate, Fett und Eiweiß. Hier wird jedem klar sein, dass daran heute, anders wie in Krisenzeiten, kein Mangel besteht. Wohl aber an dem, was man naturheilkundlich als Vitalstoffe bezeichnet. Dies sind Stoffe, welche mehr als die reinen Nährstoffe für das Immunsystem und unsere Regenerationsfähigkeit und somit für unser volles Wohlbefinden verantwortlich sind. Vitamine, Spurenelemente, Enzyme und verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe. Wie sie meist als Farb- Bitter- oder andere Aromastoffe in Pflanzen vorkommen.
Und hier sieht es mit der Versorgung bei vielen Menschen weniger gut aus. Besonders, weil die meisten, heute konsumierten Lebensmittel viel zu wenig, oder gar keine dieser Vitalstoffe enthalten. Wohl aber Nährstoffe und damit Kalorien in Hülle und Fülle ! Aus diesem Grund kann aus meiner Sicht nicht oft genug auf den Unterschied zwischen Nährstoffen und Vitalstoffen hingewiesen werden !
Jeder, der gesund und leistungsfähig bleiben will, muss seinen Blick auf die Vitalstoffe bzw. Mikronährstoffe richten und dort möglichst optimale Blutspiegel anstreben. Entweder durch eine besonders vitalstoffreiche Ernährung und, wo dies nicht ausreichend gelingt, durch eine sinnvolle und ausreichend dosierte Nahrungsergänzung.
In diesem Sinne „geben Sie Ihrem Körper, was er braucht“ !

